Das Instrumentenlandesystem (engl. Instrument Landing System ILS) ist das am weitesten verbreitete Landesystem in der Verkehrsfliegerei. Das Instrumentenladesystem ist ein bodenbasiertes System, dass dem Piloten im Flugsimulator und richtigem Flugzeug mittels zweier Leitstrahlen über den Kurs, Localizer, und die Höhe, Glidepath, informiert. Ein ILS Approach fällt unter die Kategorie Präzisionsanflug, precision approach, und ermöglicht Anflüge unter Schlechtwetterbedingungen.

 

Der Localizer oder Landekurssender

Der Localizer führt das Flugzeug  zur Landebahn und informiert über die laterale Abweichung in Bezug auf die Mittellinie der Landebahn (Centerline). Zum einfachen Verständnis stellt man sich vor, die Landebahn wäre unendlich lang. Während des Anflugs erhält der Pilot Informationen vom Localizer, ob sich sein Flugzeug  auf, links oder rechts von der Centerline befindet. Die Anzeige ist im Primary Flight Display und/oder Navigation Display des Airbus A320 Flugsimulators untergebracht.

Das Foto zeigt die Localizer Anzeige im Navigation Display im ILS mode im Airbus A320 Flugsimulator aus der Vogelperspektive. Die mittlere magentafarbene Nadel informiert den Piloten im Flugsimulator darüber, ob er genau auf, links oder rechts der Bahnmitte anfliegt.

Der Glideslope oder Gleitwegsender

Neben der lateralen Führung beim Landeanflug wird ein Flugzeug auch vertikal geführt. Am leichtesten kann man sich die vertikale Führung des Glideslopes wie eine Rutsche vorstellen. Diese Rutsche die das Flugzeug zum Flughafen führt hat üblicher Weise einen Neigungswinkel von 3°. Der Glideslope indicator informiert den Piloten, ob er sich auf dem 3° Gleitwinkel befindet oder zu hoch bzw. zu tief ist. Im Airbus A320 Flugsimulator wird der Glideslope ebenfalls auf dem Primary Flight Display und/oder Navigation Display dargestellt.

Das Foto zeigt die Glideslope Anzeige im Navigation Display im ILS mode im Airbus A320 Flugsimulator im Profil. Die kleine magentafarbene Raute informiert den Simulatorpiloen darüber, ob er auf, oberhalb oder unterhalb des Gleitpfads ist.

Das Instrumenten Landesystem ermöglicht dem Piloten im Flugsimulator / Flugzeug, den Anflug auf den Flughafen zu beginnen, auch wenn dieser noch nicht in Sicht ist. Das ILS führt den Piloten lateral und vertikal an den Flughafen heran. Der Pilot beginnt also zu sinken, auch wenn er sich das Flugzeug mitten in Wolken oder Nebelfeldern befindet. Der Flughafen ist unter diese Bedingungen nicht zu sehen. Ab einer gewissen Höhe muss der Pilot den Flughafen bzw. die Landebahnbefeuerung in Sicht haben, hat der dies nicht muss durchgestartet werden. Das Minimum bis zu welchem gesunken werden darf ist wie folgt kategorisiert:

ILS Categories

Kategorie 1 – Cat I Entscheidungshöhe: 200 fuß, Sicht 550 meter

Kategorie 2 – Cat II Entscheidungshöhe: 100 fuß, Sicht 300 meter

Kategorie 3a – Cat IIIa Entscheidungshöhe: 50-100 fuß, Sicht 200 meter

Kategorie 3b – Cat IIIb Entscheidungshöhe: 0-50 fuß, Sicht 75-200 meter

Kategorie 3c – Cat IIIc Entscheidungshöhe: no minimum, Sicht no minimum

 

Anflüge der nach CAT IIIc sind derzeit noch nicht zugelassen. Neben dem Autopiloten, der das Flugzeug selbstständig landen kann, muss das Flugzeug / Flugsimulator auch automatisch gerollt werden. Systeme die dies unterstützen sind noch nicht zugelassen.

In jedem unserer Flugsimulatoren können Wetterszenarien binnen Sekunden programmiert werden. Stellen Sie ihr Können auf die Probe und erleben Sie was es heißt, einen Flugsimulator mit nahezu keine Sicht zu landen.