Das Horrorszenario – beide Piloten erleiden während des Flugs eine Fischvergiftung und können nicht mehr fliegen. Kann das Flugzeug ohne Piloten, nur mit dem Autopiloten landen?Bevor diese Frage eindeutig beantwortet werden kann, gilt es die Voraussetzungen für eine automatische Landung, dass heißt eine Landung ganz ohne Eingreifen des Piloten, zu definieren.

Nicht jedes Flugzeug ist mit der nötigen Technik ausgestattet um alleine landen zu können. Das Flugzeug muss über 3 voll funktionsfähige Autopiloten sowie einen Radar Höhenmesser verfügen. Auch der Flughafen an dem automatisch gelandet wird benötigt entweder ein ILS (Instrument Landing System) oder MLS (Microwave Landing System). Das Flugzeug erhält von diesen Systemen 2 wesentliche Informationen. Das ILS gliedert sich in 2 primäre Funktionen – zum einen der Localizer: dieser führt das Flugzeug auf lateraler (links / rechts)  Ebene zum Flughafen. Zum anderen der Glideslope: diese führt das das Flugzeug auf vertikaler (zu hoch / zu tief)  Ebene zur Landebahn.

Wann wird das automatische Landeverfahren mit Autopilot durchgeführt?

In der Regel erfolgt die Landung von Verkehrsflugzeugen wie z.B. der Boeing 737 oder der Airbus A320 aktiv durch die Piloten. Eine Landung mit Autopiloten, das sogenannte Autoland Verfahren, wird nur durchgeführt, wenn die Wetterbedingungen außerordentlich schlecht sind. Die für Piloten schwierigsten Wetterbedingungen sind nicht unbedingt die, die Fußgänger vermeiden möchten. Regen, Wind und Schnee behindern den Piloten nicht so sehr wie Nebel und tiefliegende Wolken. Im Nebel sinkt die horizontale Sicht schnell auf wenige Meter, im Anflug liegt die Geschwindigkeit bei ca. 80 Metern pro Sekunde – der Pilot hätte also keine Chance reagieren zu können. Ein Autolandverfahren ist ein hochpräzises Verfahren, bei sehr starken Winden ist das Risiko aber zu hoch- daher ist es unter diesen Bedingungen nicht zulässig. Wetterbedingen die eine autmatische Landung verlangen werden als CAT III a, b oder c bezeichnet.

Folgende Minima sind für die einzelnen Kategorien festgelegt

Category III a - CAT3a

  • • Entscheidungshöhe 0 – 100 feet
  • • horizontale Sichtweite auf der Landebahn RVR (Runway visual range) mindestens 175 m

    Category III b - CAT3b

  • • Entscheidungshöhe < 50 feet
  • • horizontale Sichtweite auf der Landebahn RVR (Runway visual range) 50 m bis 175 m

    Category III c - CAT3C

  • • Entscheidungshöhe 0  feet
  • • horizontale Sichtweite auf der Landebahn RVR (Runway visual range) 0 m

    Landungen nach CAT IIIc sind derzeit noch nicht zugelassen –  neben dem automatischen Abbremsvorgang verlangt diese Technik ein vollständig automatisches Abrollen von der Landebahn zur Parkposition bei 0 Sicht. Zudem muss dieses System mit anderen Flugzeugen am Boden kommunizieren können- der Kontrollturm hat kein Möglichkeit das Rollen visuell zu kontrollieren.

    In diesem Video wird eine Landung unter CATIIIb Bedingungen durchgeführt

     Kann ein Flugzeug also nachdem es gestartet ist den gesamten Flug bis zur Landung alleine durchführen?

    Nein- bevor das Flugzeug startet geben die Piloten die Route in das FMS (Flight Management Computer) ein. Da zu Beginn des Flug nicht klar ist, in welche Richtung am Zielflughafen gelandet wird ist dieser Teil noch nicht programmiert. Erst nachdem die Piloten das Navigationssetup für die Landung und das Autoland Verfahren aktiviert haben, kann das Flugzeug vollständig selbstständig landen.

    An folgenden deutschen Flughäfen ist ein automatisches Landen des Flugzeugs möglich

    • Berlin-Schönefeld
    • Bremen
    • Dresden
    • Düsseldorf
    • Erfurt

    • Frankfurt
    • Hamburg
    • Hannover
    • Köln-Bonn
    • Leipzig/Halle

    • München
    • Münster/Osnabrück
    • Nürnberg
    • Saarbrücken
    • Stuttgart

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